Notfalltüröffnung zahlt die Versicherung

Wer kommt für die Schäden auf?

Notfalltüröffnung zahlt die Versicherung |? Eine Notfalltüröffnung, die in den meisten Fällen von der Feuerwehr vorgenommen wird, ist grundsätzlich der richtige und für die Einsatzkräfte sogar verpflichtende Weg, wenn Gefahr in Verzug ist. Beispielsweise ist das der Fall, wenn es in einer verschlossenen Wohnung brennt oder wenn offensichtlich Personen in einer Wohnung in Gefahr sind und sich nicht selbst befreien können. Ärgerlich nach einer Notfalltüröffnung sind oft hinterlassene Schäden an Fenstern oder Türen. Die Frage stellt sich: Welche Versicherung kommt für einen solchen Schaden durch eine Notfalltüröffnung eigentlich auf?

Was zahlt die Versicherung nach der Notfalltüröffnung und was die Gemeinde?

Die eigentlichen Einsatzkosten bei einer Notfalltüröffnung übernimmt die Gemeinde, da dies zu ihren Pflichten gehört. Entstandene Schäden allerdings übernimmt sie im Regelfall aber nicht. In wenigen Ausnahmen, in denen sich beweisen lässt, dass die Feuerwehr die Notfalltüröffnung unbegründet durchgeführt hat, liegt allerdings ein rechtswidriger Einsatz vor. In diesem Fall ist die Gemeinde auch für die Erstattung der Kosten zur Behebung der Schäden verantwortlich.

Versicherung vom Mieter oder Vermieter?

Notfalltüröffnung zahlt die Versicherung |?Geht es um eine Wohnungstür in einem Miethaus, dann gehört diese Tür zum Mieteigentum. Schäden am Mieteigentum muss der Mieter selbst regulieren. Als Versicherung kann die private Haftpflichtversicherung des Mieters einspringen, wenn explizit Schaden an Mietsachen mitversichert ist. Ist das nicht der Fall, muss der Mieter tatsächlich den Schaden selbst tragen. Sollte ein größerer Schaden vorliegen, kann unter Umständen auch die Gebäudehaftpflichtversicherung des Vermieters einspringen. 

Notfalltüröffnung zahlt die Versicherung | ?Völlig pauschalisieren lässt sich eine solche Aussage natürlich nicht, denn es können auch Sonderfälle zu einer ganz anderen Sachlage führen. Etwa dann, wenn es durch einen Rauchmelder zu Fehlalarm und dadurch zur unnötigen Notfalltüröffnung kommt. Stellt sich heraus, dass der Fehlalarm durch den Mieter fahrlässig herbeigeführt wurde, so muss er auch in diesem Fall die Kosten tragen. Hat aber der Vermieter versäumt, den Melder regelmäßig warten zu lassen und ist der Fehlalarm so zustande gekommen, muss der Vermieter selbst die Kosten des entstandenen Schadens tragen.