Notfalltüröffnung Schadensersatz

Notfalltüröffnung – wie steht es mit dem Schadensersatz?

Kommt es aus gegebenem Anlass zu einer Notfalltüröffnung durch die Feuerwehr oder durch die Polizei, bleiben in der Regel Schäden an der Eingangs- oder Wohnungstür zurück. Während die Kosten für den eigentlichen Einsatz bei Feuerwehr oder Polizei bleiben, ist der Schadensersatz eine andere Frage. In der Regel muss sich in Wohnhäusern der Vermieter mit Instandsetzung und den entstehenden Kosten auseinandersetzen. Allerdings kann es beim Schadensersatz in Folge einer Notfalltüröffnung auch andere Optionen geben.

Fast immer muss der Vermieter den Schadensersatz übernehmen

In den allermeisten Fällen bleibt es dabei: Der Vermieter muss die Instandsetzung und Kosten der Folgen einer Notfalltüröffnung übernehmen. Er kann für diesen Schadensersatz allerdings auch die Gebäudehaftpflichtversicherung in Anspruch nehmen. Mitunter kann er aber auch die Feuerwehr bzw. Polizei selbst zum Schadensersatz heranziehen. Das kann dann der Fall sein, wenn die durchgeführten Maßnahmen zur Notfalltüröffnungen unverhältnismäßig und unnötig waren. Hier ist natürlich genaue Prüfung nötig. 

Wenn der Mieter für den Schadensersatz aufkommen soll

Manch ein Vermieter möchte natürlich gerne die Kosten auf seinen Mieter abwälzen. In einigen Fällen ist das sogar durchaus berechtigt. Die alleinige Tatsache, dass der Mieter Feuerwehr oder Polizei zur Notfalltüröffnung herangezogen hat, reicht allerdings nicht aus. 

Vielmehr spielt es eine Rolle, ob der Vermieter mit seinem Handeln klar gegen den bestehenden Mietvertrag verstoßen hat und ob diese Vertragsverletzung letztlich der Grund für den entstandenen, von Polizei oder Feuerwehr verursachten, Schaden ist. 

Auch ein fahrlässiges Handeln des Mieters, durch den die Notfalltüröffnung eingeleitet wurde, kann den Mieter zum Schadensersatz zwingen. Natürlich besteht die Schadensersatzpflicht auch dann, wenn der Mieter die Ursache für die Notfalltüröffnung vorsätzlich herbeigeführt hat. Allerdings ist in diesem letzten Fall der Vermieter in der Beweispflicht. Er muss klar belegen können, dass der Mieter vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt und somit letztlich den Schaden verursacht hat.