Notfalltüröffnung  Polizei

Notfalltüröffnung durch die Polizei

Einfach ungewollt ausgesperrt oder der Schlüssel bricht unverhofft im Schloss ab – das alles ist zwar ärgerlich, aber längst kein Grund, die Polizei zu einer Notfalltüröffnung zu rufen. Die Polizei ist dann gefragt, wenn Gefahr im Verzug ist. Das ist immer dann der Fall, wenn ein begründeter Verdacht vorliegt, dass sich etwa ein Mensch in seiner Wohnung in einer Gefahrensituation befindet und sich allein nicht mehr befreien kann. Auch wenn ein Tatverdächtiger dringend gestellt werden muss, kann die Polizei eine Notfalltüröffnung vornehmen.

Die Kosten für die Notfalltüröffnung trägt die Polizei selbst

Wenn die Polizei aus gutem Grund in einer Gefahrensituation zur Notfalltüröffnung gerufen wird, dann ist die Kostenfrage in der Regel klar. Die Polizei selbst übernimmt die Kosten für dien Einsatz. Auch dann, wenn die Polizei die Notfalltüröffnung nicht alleine vornehmen kann und etwa die Feuerwehr zusätzlich ausrücken muss. Die Feuerwehr unterstütz die Beamten dann in der Regel mit professionellem Gerät, etwa Werkzeug zur Türöffnung oder mit einer Drehleiter, um beispielsweise durch offene Fenster einzudringen. Insbesondere dann, wenn ein Brand vorliegt oder vermutet wird, ist natürlich die Feuerwehr zusätzlich zur Polizei gefragt. Polizei und Feuerwehr gehen bei der Türöffnung aufgrund der knappen Zeit recht brachial zu Werke und arbeiten beispielsweise mit einem Ziehfix zum Entfernen des Türschlosses. Aber auch der Klassiker Brechstange kommt immer wieder zum Einsatz. 

Fahrlässigkeit und Vorsatz können teuer werden

Wird die Polizei zu einer Notfalltüröffnung herangezogen, die auf vermeidbaren Gefahren beruht, kann es anschließend teuer werden. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn ein Rauchmelder einen Fehlalarm gibt und damit zur Notfalltüröffnung führt. Stellt sich anschließend heraus, dass der Rauchmelder aufgrund mangelhafter Wartung einen Fehlalarm gegeben hat, kann die für die regelmäßige Wartung des Melders zuständige Person zur Rechenschaft herangezogen werden. 

Noch teurer kann es bei vorsätzlichem Falschalarm geben. Wer die Polizei zur Notfalltüröffnung ruft und genau weiß, dass keine Gefahr im Verzug ist, muss nicht nur die Kosten des Einsatzes tragen, sondern zusätzlich mit einem Bußgeld rechnen.