Notfalltüröffnung Feuerwehr

Notfalltüröffnung Feuerwehr

Notfalltüröffnung Feuerwehr | Nicht jede ungewollt verschlossene Tür ist ein Fall für den Schlüsseldienst, sondern kann je nach Umstand ein Fall für die Feuerwehr sein. Immer dann, wenn Menschenleben in Gefahr ist oder sonstige Notsituationen vorliegen, ist eine sogenannte Notfalltüröffnung nötig. Wenn die Feuerwehr zu einem solchen Einsatz ausrückt, dann geht es darum, keine Minute zu verlieren und im Bedarfsfall auch gewaltsam Türen zu öffnen.

Menschenleben steht an erster Stelle

Jeder, der eine Gefahrensituation erkennt, sollte sofort die Feuerwehr zur Notfalltüröffnung alarmieren. Damit sind all solche Situationen gemeint, in denen sich beispielsweise Menschen offensichtlich nicht mehr allein aus ihrer Wohnung befreien können. Etwa wegen gesundheitlicher Einschränkungen oder natürlich auch im Brandfall. 

Die Feuerwehr im Notfall zu rufen ist mitunter sogar Pflicht, andernfalls könnte das falsche Handeln als unterlassene Hilfeleistung verstanden werden. Die Kosten für einen solchen, mitunter auch großen, Einsatz übernimmt die Feuerwehr. 

Fehlalarm oder Missbrauch

Natürlich kommt es vor, dass die Feuerwehr zur Notfalltüröffnung ausrückt und letztlich gar kein Notfall vorliegt. Nun ist festzustellen, ob die Feuerwehr aus gutem Grund alarmiert wurde oder ob klarer Missbrauch vorliegt. Im letzteren Fall kann es für den Verursacher des Einsatzes recht teuer werden. Zum einen geht es um die Erstattung des Einsatzes selbst, zum anderen muss zusätzlich mit einem Bußgeld gerechnet werden, da die Feuerwehr für die irrtümliche Notfalltüröffnung an anderer Stelle nicht einsatzfähig gewesen wäre. 

Ein Fehlalarm aufgrund technischer Probleme kann ebenfalls problematisch sein, beispielsweise dann, wenn ein Rauchmelder grundlos Alarm gibt. In diesem Fall ist zu prüfen, ob der Rauchmelder in der Vergangenheit korrekt gewartet wurde. Ist das nicht der Fall, kann derjenige, der für die Wartung zuständig ist, zur Rechenschaft gezogen werden. Das sind in der Regel Hauseigentümer oder Vermieter. In einigen Fällen kommen auch externe Unternehmen in Frage, die für die Wartung per Vertrag zuständig sind.